Weiserzäune errichten

So mancher Waldbesitzer ist der Meinung, dass die Schalenwilddichte in seinem Wald Schuld an der nicht vorhandenen oder schlecht entwickelten Naturverjüngung ist. In einigen Fällen mag das auch zutreffen, in anderen hat vielleicht auch falsche Waldbewirtschaftung wie nicht standortangepasste Baumarten, mangelndes Licht am Waldboden durch zu dichten Bestand oder Bodenverdichtungen durch flächiges Befahren ihren Anteil am schlechten Selbstanflug.

Um sich nun ein Urteil über das Verjüngungspotential auf der Waldfläche bilden zu können, empfiehlt sich die Anlage von so genannten "Weiserzäunen". Dabei wird eine Fläche von vielleicht 10 x 10 m stabil eingezäunt, während eine gleich große Fläche nur wenige Meter entfernt lediglich markiert wird. Dieses Weiserzaunpaar sollte, was Standort, Lichtangebot, Hangneigung, Begleitvegetation (Brombeere usw.) und natürlich Verjüngungssituation betrifft, im Wesentlichen übereinstimmen. Wichtig ist hierbei die wildsichere Umzäunung.

Wird anschließend in regelmäßigen Abständen die Anzahl der Bäumchen, Baumartenzusammensetzung und gegebenenfalls vorhandene Verbissschäden registriert, lassen sich objektive Aussagen über die Möglichkeit der Naturverjüngung treffen.

Werden diese Weiserzäune in Zusammenarbeit mit dem Jagdpächter, der Jagdgenossenschaft und dem Revierförster errichtet, führt dies sicher zu einem verständnisvollen Miteinander aller Beteiligten und zu einer entsprechend guten Akzeptanz der Ergebnisse.

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