Aktuelles
Jahreshauptversammlung abgesagt
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Die Jahreshauptversammlung wurde aufgrund des Corona-Viruses in den Herbst verschoben. Sobald ein neuer Termin fest steht, werden wir diesen im Rundschreiben veröffentlichen.
Rundschreiben 2/2020
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- Wechsel am Forstrevier Alteglofsheim- Der neue Förster heißt Florian Findl
- Dienstantritt des Bereichsleiters Forsten am AELF Regensburg - Dr. Michael Roßkopf übernimmt den Forstbereich
- Die traurige Bilanz der Kleinprivatwaldbesitzer
- Termine
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- Weiteres im Rundschreiben 2/2020
Themen des Rundschreibens
Führung in der Papierfabrik UPM Plattling
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Am Mittwoch, 4. März 2020 um 8.00 Uhr wird eine Fahrt zur Papierfabrik Plattling als Informationsveranstaltung angeboten.
Wir werden um 9 Uhr eine etwa 2-stündige Führung durch die UPM Plattling bekommen.
Um Anmeldung in der Geschäftsstelle bis spätestens Montag, 24.2.2020 wird gebeten, da wir die Teilnehmerzahl vorab melden müssen.
Es werden Fahrgemeinschaften nach Plattling organisiert. Abfahrt um 8 Uhr in der Geschäftsstelle Riekofen. Auch Nichtmitglieder sind herzlich willkommen. Die Teilnahme ist kostenlos.
Rundschreiben 1/2020
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- Einladung zur JHV 2020 mit Tagesordnung
- "Wer streut, der rutscht nicht!"
- Informationsveranstaltung Verkehrssicherung
- Führung in der Papierfabrik UPM Plattling
- WBV ist nun in Facebook vertreten
- Abbuchung
- Kontakte
- Weiteres im Rundschreiben 1/2020
Themen des Rundschreibens
Informationsveranstaltung zum Klimawandel und neuen, förderrelevanten Baumarten
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„Wer streut, der rutscht nicht!“
WBV Regensburg – Süd e.V. informiert über neuartige Baumarten
Die aktuellen Herausforderungen sind enorm: Hitze und Trockenheit, als Folge massive Schädlingsvermehrungen und Ausfälle bei einigen wichtigen „Brotbaumarten“ wie z. B. Fichte, Kiefer oder auch Esche. Niedrige Holzpreise und Forstwirtschaft im Spannungsfeld öffentlichen Interesses mit z.T. unsachgemäßen Diskussionen verunsichern viele Waldbesitzer, was die zukünftige Bewirtschaftung ihrer Waldflächen angeht. Um hier für neue Impulse zu sorgen, veranstaltete die Waldbesitzervereinigung Regensburg – Süd e.V. am Donnerstag, 16.01.20, im Gasthaus Schiller in Riekofen eine Informationsveranstaltung mit dem Thema „Klimawandel und neue, förderrelevante Baumarten“.
Eine Baumart soll natürlich wirtschaftlich sein; robust, gesund und unproblematisch in der Bewirtschaftung. Sie soll Wind und Schnee trotzen und unempfindlich gegenüber Schädlingen sein. Außerdem soll sie auch möglichst angepasst an das Klima der Zukunft sein, CO2 speichern, Sauerstoff produzieren und positiv auf den Wasserhaushalt einwirken. Ökologisch soll sie sein und die Biodiversität im Wald fördern. Und nicht zuletzt muss sie auch noch schön aussehen…
1. Vorsitzender Korbinian Arzberger begrüßte gemeinsam mit Geschäftsführerin Susanne Kiener die interessierten Waldbesitzer und stellte die Anforderungen an die Baumarten zur Diskussion. Um den Anwesenden einen Überblick über die aktuelle Klimasituation und damit eine Grundlage für ihre forstlichen Entscheidungen zu bieten, referierte Sven Grünert vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Regensburg zu Beginn. Er spannte den Bogen von der allgemeinen Erwärmung der Ozeane sowie der Luft, über die neuesten Entwicklungen der Brände in Australien bis hin zur Situation in unserer Region. In Deutschland ist der Zeitraum von 2010 – 2019 das heißeste Jahrzehnt seit der Wetteraufzeichnung. Eine Erhöhung der durchschnittlichen Temperatur von 1,5 Grad Celsius im Vergleich der Jahre 1881 bis 2018 gilt als sicher. Auch die absoluten Hitzetage nehmen zu, was u.a. auch bei uns die Waldbrandgefahr erhöht und zusammen mit Schädlingsbefall (z. B. Borkenkäfer, Nonne uvm.) 2018 zu 114.00 ha Kahlflächen in Deutschland führte. Für 2019 wird voraussichtlich nochmal etwas mehr als diese Fläche hinzukommen.
Gerade der Borkenkäfer hat in den letzten Jahren auch im WBV – Gebiet viele Löcher in die Bestände gerissen, weswegen das Thema Wiederaufforstung drängender ist als je zuvor. Martin Faltermeier, Revierleiter des Forstreviers Nittendorf, gab hierzu Anregungen. Grundsätzlich gilt eine breite Streuung, d.h., möglichst mehr als vier verschiedene Baumarten auf einer Fläche, als sicherste Variante. Heimische Arten mit bewährten Herkünften, vielleicht sogar aus Naturverjüngung, sollte der Vorzug gegeben werden. Die Runde der Waldbesitzer war sich aber auch einig, dass auf die Qualität der Naturverjüngung, v.a. also der Samenbäume im Altbestand, ein Augenmerk gelegt werden muss.
Da jedoch niemand mit Gewissheit die zukünftigen Entwicklungen vorhersagen kann, muss auch der Blick über den Tellerrand erlaubt sein, und entweder neue Herkünfte heimischer Arten (z.B. aus südlicheren Gefilden) oder auch Alternativbaumarten in das mögliche Spektrum mit aufgenommen werden. Diese werden aus wissenschaftlicher Sicht in vier Kategorien von „anbauwürdig/ empfohlen“ (z. B. Douglasie, Roteiche, Schwarznuss) bis „nicht anbauwürdig/ nicht empfohlen“ unterteilt. Zu letzterer gehört z.B. die Spätblühende Traubenkirsche, die sich über ihr weitverzweigtes Wurzelsystem verbreitet und dadurch vorhandene Vegetation schnell verdrängt. Die Faktoren zur Anbauwürdigkeit sind z. B. Holzqualität und /- verwendung, Wüchsigkeit, Trockenheits- und Frosttoleranz, aber auch die Anfälligkeit gegenüber Schadorgansimen. Die Wissenschaft stellt sich diesen Fragen derzeit intensiv.
Stark diskutiert wurden dann auch die von Faltermeier näher vorgestellten Baumarten wie Schwarzkiefer, Douglasie, Küstentanne oder Riesenlebensbaum. Mancher der anwesenden Waldbauern hatte auch schon erste Erfahrungen mit Zedern, Schwarznuss oder Esskastanie gesammelt. Auch die in letzter Zeit öfter ins Gespräch gebrachte Baumhasel wurde näher betrachtet. Die in Frage kommenden Baumarten werden in den kommenden Mitgliederrundschreiben und im Internet (www.wbv-regensburg.de bzw. facebook) von der WBV explizit noch einmal vorgestellt.
Die staatliche Förderung der einzelnen Baumarten bei der Wiederaufforstung rundete die Vorstellung ab. Für nähere Informationen hierzu wenden Sie sich bitte an den zuständigen Revierförster.
Nach einer regen Diskussion gingen die Waldbesitzer mit so mancher Idee für die Zukunft nach drei Stunden nach Hause.